120 Jahre Hansa-Theater in Hamburg: Neue Show

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(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Im Frühjahr 1894 eröffnete der Brauereibesitzer Paul Wilhelm Grell am Hamburger Steindamm ein Varieté-Theater mit rund 1.500 Sitzplätzen Rasch erlangte das Haus Weltgeltung. Alle großen Künstler der internationalen Show-Szene sind hier aufgetreten – vom Clown Grock bis zu Catarina Valente. Von 1924 bis zu seinem Tode 1967 führte der Sohn Kurt Grell das Haus. Das war allerdings im Sommer 1943 bei einem Bombenangriff ausgebrannt.

Schon 1945 wurde es in einem provisorischen Saal wieder eröffnet. 1953 wurde das Haus saniert und bot nun wieder 491 Plätze. Das Programm wechselte monatlich. Als die Witwe Telse Grell das Theater am 31. Dezember 2001 angesichts des Wandels der Zeit schloss, hatten in 107 Jahren 36 Millionen Besucher mehr als 25.000 Künstler in 51.1188 Shows gesehen.

Es war ein großes Wagnis, als die Theater-Prinzipale Thomas Collien und Urich Waller 2009 das Theater wieder eröffneten. Der Erfolg gab ihnen recht. Und nun ist in diesen Oktober –Tagen die 7. Spielzeit begonnen worden. Mit acht internationalen Varieté-Nummern vom Feinsten Es ist mehr als erstaunlich, dass diese Künstler es fertig bringen, immer wieder Neues zu zeigen. Da ziehen sich Pat Fabio und Gordon Leif beim Jonglieren mit Keulen gegenseitig komplett um. Marko Karvo zaubert aus Tüchern Papageien, Kakadus und Sittiche, die zum Beweis ihrer Existenz sogar über die Köpfe der Zuschauer flattern.

Foto: Presse Leonid Beljakow

Märchenhaft die Seifenblasen des Amerikaners Tom Moody Und seltsam der Hund Klitchko des Leonid Belkov. Wer ist hier dressiert – das Tier oder sein Meister? Dazu Parterre-Akrobatik vom Feinsten.

Die Idee ist, dass ein versierter Unterhaltungskünstler als Gastgeber durch den Abend führt. Dazu sind für diese Spielzeit alle Großen der Unterhaltungsszene verpflichtet worden – von Ulrich Tukur über Gustav Peter Wöhler zu Ingolf Lück und Stefan Gwildis. An diesem Sonntag-Nachmittag kommt Dirk Bielefeld alias „Herr Holm“ auf die Bühne. Auch im Smoking und mit Fliege ist der auf einen skurrilen Polizisten fixierte Kabarettist gegenüber den Großen seiner Zunft sicher nur ein Klein-Meister. Mit schlichten Witzen und dem, was er für Komik hält, weiß er das nicht sehr anspruchsvolle Nachmittags-Publikum glänzend zu unterhalten. Seine Zuhörer brüllen vor Lachen und überschlagen sich mit ihrem Beifall. Die Theaterleitung weiß schließlich, was ihre Gäste erwarten.

Gespielt wird bis 1. März 2014 jeweils dienstags bis freitags 20 Uhr, sonnabends 16 un d20 Uhr, sonntags 15 und 19 Uhr.

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