40. Hamburger Ballett-Tage im Zeichen des Jubiläums

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(CIS-intern) – Es war im Juni 1975 als John Neumeier die ersten Hamburger Ballett-Tage ins Leben rief. Dieses Jahr feiert das Ballettfestival sein vierzigstes Jubiläum. Die 40. Hamburger Ballett-Tage werden am 29. Juni 2014 mit der Uraufführung von »Tatjana« eröffnet. Dabei widmet sich der Hamburger Ballettintendant und Chefchoreograf einer neuen Lesart des Werkes »Eugen Onegin« von Alexander Puschkin. »Als ich den Versroman Puschkins las, merkte ich, dass mich die Rolle der Tatjana Larina sehr faszinierte. Mit jeder Lektüre, jeder Seite erschien sie mir tiefgründiger und interessanter. So kam ich auf die Idee für mein Ballett, ihre Rolle, ihre Perspektive genauer zu beleuchten«, sagt John Neumeier. Fjodor Dostojewski trug in einem Vortrag vor: »Tatjana ist ein starker Mensch, die steht fest und sicher auf ihrem Boden. Sie ist tiefgründiger als Onegin und natürlich auch klüger als er. Sie ahnt schon allein durch ihren feinen Sinn, wo die Wahrheit ist und worin sie besteht.«

Die Musik zu Neumeiers Ballett wurde von Lera Auerbach komponiert – im Auftrag des HAMBURG BALLETT und der Hamburgischen Staatsoper sowie des Stanislavsky und Nemirovich-Danchenko Musik-Theaters Moskau.

Foto Holger Badekov

Die weibliche Hauptrolle der Tatjana tanzt Hélène Bouchet, an ihrer Seite wird Edvin Revazov die männliche Hauptrolle des Eugen Onegin übernehmen. Leslie Heylmann und Alexandr Trusch tanzen Olga Larina und Wladimir Lensky, Carsten Jung übernimmt die Rolle des Prinz N.
Am 30. Juni wagen die 130 Ballettschülerinnen und -schüler des HAMBURG BALLETT »Erste Schritte« auf der Bühne der Staatsoper. Ein breitgefächertes Programm gibt Einblicke in die tanztechnische und kreative Arbeit aller Klassen der Ballettschule, von der Vorschule über die Ausbildungs- bis hin zu den fortgeschrittenen Theaterklassen.

Am 8. und 9. Juli bietet das Gastspiel des Nederlands Dans Theater 1 die Gelegenheit, die weltweit gefeierte Tanzcompagnie in zwei herausragenden Choreografien zu erleben. In »Sehnsucht/Schmetterling« nähern sich die Choreografen Sol León und Paul Lightfoot den existentiellen Themen Liebe, Sehnsucht, Leben und Tod an und erschaffen magische Bilder sowie bewegende Eindrücke.

Des Weiteren präsentieren die 40. Hamburger Ballett-Tage Höhepunkte der Spielzeit 2013/14, die den Facettenreichtum von John Neumeiers Schaffen wiederspiegeln. Stücke wie »Othello«, »Shakespeare Dances« und »Romeo und Julia« entspringen seiner Auseinandersetzung mit William Shakespeare, während »Messias« für seine Choreografien zu sakraler Musik steht. Die »Ballette für Klavier und Stimme« sind eine Referenz an die ersten Jahre von John Neumeier in Hamburg. Sie vereinen Frühwerke aus seinem OEuvre sowie seine 2013 entstandene Neuinterpretation von Gustav Mahlers »Rückert-Liedern« unter dem Titel »Um Mitternacht«. t
Zum krönenden Abschluss am 13. Juli präsentiert die Nijinsky-Gala XL unter dem Titel »Russland – Musik, Thema, Text und Tänzer« Ausschnitte aus 14 Balletten, getanzt von HAMBURG BALLETT, BUNDESJUGENDBALLETT, Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen der Ballettschule des HAMBURG BALLETT sowie Gasttänzerinnen und -tänzern aus der ganzen Stadt.

PM: Horst Schinzel

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