Live im Nachtasyl: Bart Davenport und Caroline Keating

Add to Flipboard Magazine.

(CIS-intern) – Endlich wieder auf dem alten Kontinent: Bart Davenport. Bart lebt, atmet und, natürlich, spielt Musik. Diesmal wird er nicht mit seiner Future Funk Band Honeycut sondern solo unterwegs sein. Bart Davenport ist der Missing Link zwischen Jonathan Richman und Van Morrision.

Foto: Caroline Keating

Mit leichter Hand versöhnt er den kalifornischen Sound der mittleren Sechziger mit dem Antifolk unserer Tage. Sogar Anleihen bei Sly Stone vermag der geneigte Hörer zu erkennen, dargeboten mit der Bart eigenen Leichtigkeit. Diese, sowie sein Humor, lassen Bart aus der Masse der immer etwas zu traurigen klassischen Singer/Songwriter heraustreten: “Euphoria or everyone on earth is so beautiful, even you”.

Jan Wigger/Spiegel Online wohnte zufällig Caroline Keatings Auftritt beim „M for Montreal“-Festival bei und war gefangen von ihrer überragenden musikalischen Präsenz: „Die unwahrscheinlich hübsche Klavierspielerin Caroline Keating legt mit ihrer delikaten Musik Zeugnis eines unglaublichen Talents ab, das an aktuelle Indie-Heroinen wie Joanna Newsom oder Regina Spektor erinnert.

Über Kate Bush habe sie dank zarten Alters höchstens einmal etwas gelesen, aber noch keinen Ton gehört. Und das, obwohl ihr Song ‚Ghosts’ so bestechend und unverfälscht klingt wie Kates Teenager-Geniestreich ‚The Man With The Child In His Eyes’ Falls die Plattenfirmenverantwortlichen noch Interesse an guter Musik haben, sollte dieser Studentin der Kunstgeschichte, die im Neo-Hippie Sufjan Stevens einen Engel der Neuzeit sieht und bereits Stücke über Joseph Beuys und seine Kaninchen schreibt, bald weltweiter Ruhm beschieden sein.” (Spiegel Online)

Da wollen wir nicht widersprechen. Parallelen werden der Kanadierin u.a. auch zu Edie Brickel zugeschrieben. Über all die Namen, die zur Erklärung ihrer Musik herangezogen werden, ließe sich trefflich diskutieren, aber unbestreitbar großartig ist die fantastische Musikalität, die Freude an der Improvisation, das rohe Stakkato-Klavierspiel, die fließenden Läufe, die hinreißenden Geschichten, die sie mit ihren Songs erzählt.

Ihr Debüt „Silver Heart“ ist, ich wiederhole mich gerne, tatsächlich pure Schönheit. Ob in Introspektive oder im Ausbruch – nie gespreizt, nie mit majestätischem Bohei einherschreitend. Nein: es ist wunderhübsch. Es ist wahr und ergreifend. Es ist Caroline Keatings Debüt. „Silver Heart“.

Nachtasyl Hamburg
Donnerstag, 22.11.2012 // 21.30 Uhr
Eintritt 14 €