klub katarakt, das internationale Festival für experimentelle Musik auf Kampnagel in Hamburg

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Foto: Presse klub katarakt / Communication for culture and art(CIS-intern) – klub katarakt, das internationale Festival für experimentelle Musik, startet in zwei Wochen zum zwölften Mal in Folge auf Kampnagel in Hamburg. Vom 18. bis 21. Januar 2017 werden Arbeiten von John Cage, Michael Maierhof, Éliane Radigue, Thomas Ankersmit, Anton Kaun, F#X, Nika Son, Phuong-Dan u.m. präsentiert. Aufgrund der großen Publikumsnachfrage stieß das Musikfestival in den vergangenen Jahren mehrfach an seine Grenzen, daher findet dieses Jahr eine Erweiterung des Formats wie auch der räumlichen Möglichkeiten statt:

Foto: Presse klub katarakt / Communication for culture and art

Erstmalig wird bspw. auch die größte Kampnagel Halle K6 bespielt – mit einer Hamburger Erstaufführung von John Cage’s Werk 103 samt gleichzeitiger Projektion seines Films One11, präsentiert von 103 Mitgliedern der “Junge Symphoniker Hamburg”. Zur Eröffnungsparty tritt das Hamburger elektronische Duo C auf. Nika Son und F#X komponieren musikalische Skulpturen und Collagen und erfinden Strukturen und Räume, die gleichzeitig beruhigen und verstören können.

Der zweite Tag widmet sich dem Hamburger Komponisten Michael Maierhof. Er setzt sich in seinen Stücken mit unserer akustischen Umwelt auseinander und benutzt dabei Alltagsgegenstände wie Wäscheklammern, Plastikbecher, Luftballons oder elektrische Zahnbürsten. Für dieses Porträt ist das belgische Ensemble Nadar eingeladen – eine der innovativsten Gruppierungen der europäischen Experimental-Szene.

Im Nachtkonzert tritt Thomas Ankersmit auf. Er arbeitet mit großen modularen Analogsynthesizern und benutzt sein Equipment oft auf unorthodoxe Weise, in extremen Dynamik- und Frequenzbereichen, mit Feedbacks und plötzlichen Unterbrechungen.

Die große französische Komponistin Éliane Radigue ist eine über Jahrzehnte gefeierte Pionierin der elektronischen Musik. klub katarakt präsentiert u.a. in einem ausgedehnten Konzert Stücke aus ihrem neuen großen Zyklus Occam Ocean – gespielt von Carol Robinson, Julia Eckhardt und Rhodri Davies.

In der Langen Nacht zeigt das Festival Erst- und Uraufführungen der Hamburger Szene und internationaler Gäste. Dazu gibt es (in Zusammenarbeit mit der KurzFilmAgentur Hamburg) neueste internationale Experimental-Kurzfilme.

Besonderer Gast ist der Noise- und Videokünstler Anton Kaun alias Rumpeln alias Sonytony alias Kaundown, bekannt durch seine Zusammenarbeit mit The Notwist und Console. Zur Abschlussparty legen die Hamburger DJs Nika Son und Phuong-Dan auf. Beide treten regelmäßig im Golden Pudel Club auf und sind bekannt für ihre experimentellen, aber tanzbaren Mixe.

Mehr Infos zum Programm 2017 unter www.klubkatarakt.net

klub katarakt brachte seit seiner Gründung 2005 zahlreiche Größen der internationalen Experimental-Szene nach Hamburg. Künstler*innen wie Phill Niblock, Alvin Lucier, Rhys Chatham, Charles Curtis / La Monte Young, Marc Sabat, Gerard Pape, Matthias Kaul, Marko Ciciliani, Lois V Vierk, Christian Wolff, Sascha Lino Lemke, das europäische Ensemble zeitkratzer und andere waren als composer / ensemble in residence vertreten. Darüberhinaus präsentierte das Festival in den letzten Jahren neueste Arbeiten audiovisueller Künstler*innen wie Josephin Böttger, Makino Takashi, Telcosystems und Rainer Kohlberger. Das künstlerische Leitungsteam Jan Feddersen, Robert Engelbrecht und Ernst Bechert bietet auch dieses Jahr eine multimediale Plattform für neueste experimentelle Musik.

klub katarakt 12

Mittwoch, 18.1., 20:00
John Cage: 103 & One11
Junge Symphoniker Hamburg
22 Uhr: C

Donnerstag, 19.1., 18:00
Präsentation/Lecture Michael Maierhof
19:30 Porträt Michael Maierhof
Ensemble Nadar
22 Uhr: Thomas Ankersmit

Freitag, 20.1., 20:00
Porträt Éliane Radigue
Carol Robinson, Julia Eckhardt, Rhodri Davies, Erik Drescher, Volker Hemken, Robert Engelbrecht

Samstag, 21.1., 20:00
Lange Nacht: Neue Kompositionen und Experimentalfilme aus dem klub katarakt-Netzwerk
22:00 Anton Kaun
01:00: DJs Nika Son & Phuong Dan

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, die Hamburgische Kulturstiftung, Feldtmann kulturell!, die Elisabeth und Karl-Heinz Behnke Stiftung, die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung und Kampnagel – Internationales Zentrum für schönere Künste. Mit freundlicher Unterstützung durch die KurzfilmAgentur Hamburg e.V., Filmprojektion Christopher Mondt und Yamaha Pianoworld