Vom 3. bis 13. April fegt das Festival 150% Made in Hamburg wieder durch die Stadt

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(CIS-intern) – Vom 3. bis 13. April 2014 fegt das Festival 150% Made in Hamburg wieder durch die Stadt. Also, Sonnenschirmchen einklappen und raus in die Nacht. 11 Tage lang gibt’s Katastrophen-Performance am Staatstheater, Kunst im Strip-Club, schwitzende Soldaten im Pesthof, Oper im Club und und und…

Aber die Festivalmacher haben auch eine schiers unglaubliche Geschichte zu erzählen:

Die Koalition der Freien hat vor einiger Zeit einen offenen Brief an Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz geschrieben, weil all die schönen frischen Steuergelder aus der Kulturtaxe gar nicht wie versprochen in die Kultur, sondern in die Wirtschaft fließen. Ha, wer hätte das gedacht? Wir sind davon jedenfalls auch genervt und haben mitunterschrieben. Reaktionen aus der Politik? Bisher scheinbar keine.

Ein paar Tage später lesen wir, dass die Sanierung des alten Elbtunnels nun doch nicht wie geplant 15, sondern wohl eher 100 oder vielleicht noch mehr Millionen Euro kosten wird. Wer weiß das schon so genau. Selbstverständlich hat auch der Bau der Hafencity-Universität den veranschlagten Kostenrahmen locker gesprengt. Verstehen Sie uns jetzt bitte nicht falsch. Wir wollen nicht schon wieder rumnörgeln und mit der ElPhi-Keule winken. In Hamburg gehört das Verrechnen längst zum guten Stil. Hamburg ist eine sehr reiche Stadt. Die kann sich das leisten. Es ist genug für alle da. Wir blicken positiv in die Zukunft.

Also sind wir einfach mal bei Olaf Scholz ins Büro spaziert und haben gesagt: „Großer Bürgermeister, uns ist da ein kleines Missgeschick passiert. Wir hatten für unser obercooles Festival 30.000 Euro angesetzt, aber irgendwie sind daraus jetzt 300.000 geworden. Warum wissen wir auch nicht so genau. Ist alles so innovativ und spektakulär, ein Leuchtturmprojekt eben, das kostet. Das Programm muss ja ausgewogen sein, mit vielen Säulen, wegen der Statik, braucht aber auch Highlights, sie verstehen. Das war wohl nicht so richtig durchgerechnet. Wir haben natürlich für alles Experten, aber tja, nun ist es halt wie es ist. 300.000, was sagen Sie?“ Scholz darauf staubtrocken: „Kein Thema. Warum solltet auch ausgerechnet ihr Kulturfuzzis rechnen können?“ Ich denk‘ noch: „Hat der jetzt wirklich Kulturfuzzis zu uns gesagt?“, da rinnt uns der Geldregen auch schon lauwarm den Rücken runter. Er mit lässiger Geste: „Setzen Sie bei der Mittelabforderung einfach ’ne Null dahinter. Und jetzt raus hier, ich hab‘ noch viel zu tun.“

So geht’s, Freunde. Total irre. Wir haben gequietscht vor Freude wie dieses Ich-glaub-die-haben-sich-verrechnet-Pärchen in der Reisebüro-Werbung und sind erstmal richtig fett Essen gegangen. Dann haben wir noch ein paar echte Perlen ins Programm geschmissen: Am 3. April zeigen wir zur Eröffnung im Thalia Theater in der Gaußstraße nicht nur die hochgelobte Performance Fukushima, my love. Wir haben auch noch DEN Top-Act engagiert: Vor den Augen des Publikums werden die begnadetsten Musiker und ambitioniertesten Entertainer aus Hamburg sich in Die Lebende Juke-Box verwandeln, um die GANZE Geschichte der Menschheit in 100 Jahren Popmusik auf einen verständlichen Nenner zu bringen. Ein waghalsiges Experiment. Dazu gibt’s Champagner vom Feinsten! Eintritt kostet dieses Top-Event übrigens nicht, das haben wir gar nicht mehr nötig. Für die anderen Abende müssen Sie auch nur blechen, weil die kleinen Off-Theater sonst neidisch werden. Die drehen eh schon total am Rad. Außerdem würde die Opposition sonst meckern, sagt Scholz.

Dafür haben wir in jedes 10. Programmheft je 2 Blätter aus 24-karätigem Gold eingelegt. Wer sie findet, darf sie behalten und als Grundstock für die Altersversorgung nutzen. Oder was auch immer. Ab Mittwoch verteilen Eyecatcher und viele andere fleißige Helferinnen und Helfer die Hefte überall in Hamburg. Augen auf!

Weitere Informationen über unser unglaubliches Programm und alles, was wir in letzter Zeit erlebt haben, demnächst in diesem Newsletter! Wer ihn noch nicht abonniert hat, kann das hier schnell nachholen und wird garantiert nichts verpassen. Wen das alles nicht interessiert, schickt einfach eine E-Mail an info@festival150prozent.de.

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PM: Festivalteam 150% Made in Hamburg