Thalia-Theater in Hamburg – MUSICAL „SUMMER OF HATE“

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(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Charles Manon- ein mehrfacher Mörder als „Held“ eines Musicals. Das ist sicher ungewöhnlich. Seit über vierzig Jahren sitzt der heute Achtzigjährige seine lebenslängliche Strafe in einem texanischen Gefängnis ab. Als Mittäter der von den Frauen seine „Familie“ begangenen Morde an Sharon Tagte und anderen Mitbürgern. Im Gegensatz zu Europa hat die amerikanische Gesellschaft die Zeit der Hippie-Kommunen – deren Manson der prominenteste Vertreter war – nie bewältigt.

Das Bekenntnis zu freier Liebe und Straftaten aller Art hat die abgrundtief konservative Gesellschaft zu tiefst aufgewühlt. Dabei ist untergegangen, das Manson ein begnadeter Musiker war, der in der Nachfolge der Beatles für seine Band „The Family Jams“ hinreißende Musik geschrieben hat, die es wert ist, auch heute noch gehört zu werden.

Grafik: Thalia Theater

Das hat an diesem Freitagabend die Uraufführung des Musical „Charles Manson: The Summer of Hate“ im fast voll besetzten Hamburger Thalia-Theater gezeigt. Mit Spielszenen, vielen Videos (verantwortlich Philip Hohenwarter) und der historischen Rede des ermittelnden Staatsanwaltes wird der Weg eines Kleinkriminellen zur „Spahn Ranch“ nachgezeichnet. In den Mittelpunkt aber haben Stefan Pucher, Christopher Uhe und Susanne Meister die auf Schallplatten überlieferte Musik von Charles Manson gestellt.

Eine überaus eindrucksvolle – hierzulande kaum bekannte – Musik, die von der jungen Hamburger Band „Trümmer“ mit Paul Pötsch, Tammo Kasper, Maximilian Fenski und Helge Hasselberg kongenial gespielt wird. In der Regie von Setfan Pucher, unter der musikalischen Leitung von Christopher Uhe, auf der von Stéphan Laimé minimalistisch eingerichteten Bühne und in den Kostümen von Tabea Braun singen und spielen in vielen Rollen Alicia Aumüller, Franziska Hartmann, Tabita Johannes, Jörg Pohl, Sebastian Rudolph, Maja Schöne, Miriam Stübel und Tilo- Werner. Und das großartig. Das Publikum der Uraufführung ist begeistert und umjubelt alle Mitwirkenden. Eine politische Aussage haben wohl nur die Wenigsten erwartet.

Weitere Aufführungen
6. und 22. Oktober, jeweils 20 Uhr

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