Schicke Schiffe! 54. Internationale Bootsmesse Hamburg 2013

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(CIS-intern) – Profisegler, Freizeitskipper und ambitionierte Einsteiger haben sich den Termin schon lange vorgemerkt: Vom 26. Oktober bis 3. November 2013 trifft sich die Wassersportbranche auf der 54. hanseboot in Hamburg. Beim Rundgang durch die Segelboothallen B6 und B2.EG erleben die Besucher der führenden Bootsmesse im Norden Europas eine Vorschau auf die Saison 2014. Viele Neuheiten und Top-Modelle können an den Ständen von Großserienwerften und deutschen Importeuren begutachtet werden. Zahlreiche Bootsbauer präsentieren ihre sehenswerten Einzelbauten. Mit Jollen, Daysailern und kleinen Küstenkreuzern zeigt die Internationale Bootsmesse Hamburg die ganze Bandbreite des Segelsports.

Auffällig, vor allen Dingen bei den größeren Yachten, ist in diesem Jahr die nahezu einheitliche Farbe Weiß von Rumpf und Kajütaufbau, unterbrochen von großen schwarzen, bruchsicheren Kunstglasfenstern. Dabei haben immer mehr Konstrukteure auch Fenster im Rumpf vorgesehen. Dass Wert auf ein hohes Geschwindigkeitspotential unter Segeln gelegt wird, zeigen auch andere Merkmale: Breite Achterschiffe für bessere Segeleigenschaften auf Vorwindkursen, fast senkrechte Steven, die die Wasserlinie verlängern und damit die Rumpfgeschwindigkeit erhöhen, und oftmals Cockpits, die zum Heck hin offen sind. Darüber hinaus ist das hanseboot-Angebot der Yachten um 37 Fuß Länge, die als neue Mittelklasse gelten, besonders groß.

Logo: Messe Hamburg

Ob die Yachten der Hanse Werft in Greifswald, die Neuheiten von Bénéteau und Jeanneau aus Frankreich oder die Bavaria Cruiser als die neuesten Kreationen der größten deutschen Yachtwerft Bavaria Yachtbau: Beim Gang durch die Messehallen fallen auch dem Laien schnell Gemeinsamkeiten und Design-Trends auf. Spätestens beim Blick ins Cockpit werden jedoch Unterschiede deutlich. Fast jede Werft versucht, mit ihrem Boot eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen. Da ist zum Beispiel die neue Oceanis 38. Die 11,13 Meter lange und fast vier Meter breite Yacht der französischen Großserienwerft Bénéteau verspricht mit ihrer Segelfläche von 66 Quadratmetern am Wind und einer Verdrängung von 6,4 Tonnen nicht nur gute Segeleigenschaften, sondern präsentiert sich unter Deck als ein zu variierendes Raumwunder, das als Daysailer, Weekender oder als Tourenyacht eingerichtet werden kann. Die neue Mittelklasseyacht Bavaria Cruiser 37 gibt es dagegen nur als Zwei- oder Dreikabinen-Version. Sie punktet dabei mit viel Platz unter Deck und durch einen günstigeren Preis ab 109.361 Euro.

Die Hanse Werft knüpft mit der Premierenyacht Varianta 37 an ihren „hanseboot-Preishammer“ vor 20 Jahren an. Damals sorgte die Werft mit der segelklaren, aber spartanisch eingerichteten Hanse 291 für genau 44.444 Mark für Aufsehen auf der Hamburger Bootsmesse. Die knapp elf Meter lange Varianta 37, nach Werftaussagen eine moderne Fahrtenyacht mit klaren Linien und modernem Design, wird auf der hanseboot für den Grundpreis von 89.131 Euro offeriert und schlägt damit sogar die preiswerte Bavaria Cruiser 37. Die Greifswalder Hanse Werft zeigt in dieser Bootsklasse auch die neue Hanse 385, die ebenfalls die Möglichkeit bietet, bei der Raumaufteilung zu variieren. Im Gegensatz zur Oceanis und der Bavaria sowie der Varianta gilt sie mit einer größeren Segelfläche als sportlichere Variante der Großserienyachten in der Mittelklasse.

Wer es noch sportlicher haben will, sollte sich die neue Xp 38 von X-Yachts aus Dänemark ansehen, die erstmalig als Zweikabinenversion ausgestellt ist. Der 11,50 Meter lange, neue Performance-Cruiser mit einer Segelfläche am Wind von 94 Quadratmetern verspricht Segeleigenschaften eines Racers und somit Erfolge auf Regattabahnen. Zu den gezeigten Yachten der neuen Mittelklasse gehören unter anderem auch die elf Meter lange Sun Odyssey 379 von Jeanneau, die schnelle Dehler 38 und die neue Comfortina 35, eine schwedische Yacht, die seit kurzem in Deutschland gebaut wird.

Dass es auch sehr viel größer auf der hanseboot geht, zeigt die 15,40 Meter lange komfortable Hochseeyacht Hanse 505, die als Deutschlandpremiere vorgestellt wird. Sie gilt als eine der größten Segelyachten der diesjährigen Hamburger Bootsmesse. Aber auch Bavaria mit der Cruiser 46, Hallberg Rassy aus Schweden mit der 43 MKIII und Jeanneau mit der Sun Odyssey 42 DS – um nur einige neue Yachten über 40 Fuß zu nennen – präsentieren große Hochseesegelyachten, mit denen lange Reisen auf den Ozeanen zum Vergnügen werden können.

Die hanseboot wird aber auch wieder zum Schaufenster des handwerklichen Bootsbaus, so wie ihn kleinere Werften bieten. Die Werft Henningsen & Steckmest zeigt mit berechtigtem Stolz mit ihrer neuen Scalar 40, wie Bootsbaukunst und Hochseetüchtigkeit zusammengebracht werden können. Mit dem kleinen Langkieler Västbris macht die Bootswerft Sebastian Funger deutlich, dass traditionelle Risse und eine moderne, hochfeste Kunststoffbauweise keine Gegensätze sind. Ganz neu ist auch der Kunststoffnachbau der traditionellen Schweriner Einheitsjolle 1921 mit Gaffelsegel von Buk Boots- und Kunststoffbau, von der es nur noch zwei Originale in Holz gibt. Und Degerö Yachtbau von der Schlei will mit der Scangaard 26 Classic Segler ansprechen, die sich über einen modernen, 8,18 Meter langen Daysailer mit klassischen Linien erfreuen können.

Erstmals auf der hanseboot zeigt die chinesische Far East-Werft, dass sie auch Yachten bauen kann. Mit der Far East 26, einem preiswerten 8,60 Meter langen Cruiser-Racer aus der Feder des bekannten Konstruktionsbüros Simonis und Voogd (Südafrika) startet die Werft aus Shanghai, vertreten durch den Generalimporteur Kröslin Yachting, in Hamburg eine Offensive auf den deutschen Markt.

Über die hanseboot

Die hanseboot öffnet vom 26.10.-3.11.2013 unter dem Slogan „Der Norden in seinem Element“ auf dem B-Gelände der Hamburg Messe ihre Tore für Profis, Freizeitskipper und Einsteiger. In direkter Nähe zu den nordeuropäischen Revieren und den großen Binnengewässern präsentiert die 54. Internationale Bootsmesse Hamburg neue Boote und Yachten und informiert über Trends und Neuheiten der Wassersport-Branche. Die hanseboot ist täglich von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 10 bis 20 Uhr geöffnet. „Kids go free!“: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre haben freien Eintritt. Die Comeback-Karte für 13 Euro (ermäßigt 11 Euro) berechtigt zum Wiedereintritt ab 15 Uhr an einem beliebigen anderen Tag. Weitere Informationen unter www.hanseboot.de.

PM: Messe & Kongress Hamburg – Saskia Jöhnk