Linie S1 und Königs vom Kiez – Zwei neue Musicals für Hamburg

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(CIS-intern) von Horst Schinzel – An der Elbe gibt es zwei neue stadtbezogene Musicalproduktionen. Das „Schmidts Tivoli“ an der Reeperbahn hat die Geschichte der „Königs vom Kiez“ herausgebracht. Schräg gegenüber im St. Pauli-Theater am Spielbudenplatz erlebte an diesem Sonntag die musikalische Geschichte der „Linie S 1“ nach einigen Voraufführungen ihre Uraufführung. Dafür haben Prinzipal Ulrich Waller und Markus Busch das Buch geschrieben und die örtliche S-Bahn-Gesellschaft und das Noch-Springerblatt „Hamburger Abendblatt“ als Protektoren gewonnen.

Nicht ganz leugnen kann das Stück eine gewisse Verwandschaft mit dem mehr als vierzig Jahren Berlin-Musical „Linie 1“. Besungen wird neben der Liebe die Stadt an der Elbe mit zahlreichen bekannten und neuen Liedern. Tantiemen verdienen Udo Lindenberg mit „Reeperbahn“ und Gerry and the Pacemakers mit „You’ll never walk alone“. Hans Albers hat „Zwischen Hamburg und Haiti“ beigesteuert und auch „La Paloma“, Herbert Grönemeyer „Luxus“ und Marius Müller –Westerhagen „Lady“, Samy Deluxe „Hamburg“ Solche Ohrwürmer garantieren allein schon den Erfolg Der musikalsiche Leiter Matthias Stötzel hat neue Leider erdacht. . .

Foto: Foto: Frank Siemers – Abdruck honorarfrei

Erzählt wird die Geschichte des Barmnbeker Jung Miguel ((Luk Pfaff) und Luna (Anneke Schwabe), einer jungen Frau aus bestem Blankeneser Hause. Die treffen sich auf der Station Reeperbahn und verlieben sich in einander. Und wollen sich wieder treffen. Das bringt viele Abenteuer mit sich. Die Stadt ist eben bunt. Das glückliche Ende ist an den Landungsbrücken festgemacht.

Das Stück hat siebzig Rollen. Hamburger Originale, aber auch das ganze soziale Spektrum und der blühende Tourismus vereinigen sich hier. Die ganze Stadt und eben ein S-Bahn-Zug bilden das Milieu dieses Stückes. Das siebenköpfige Ensemble beweist auch hier, dass Schauspieler auch singen können. Dabei werden sei von einer siebenköpfigen Combo unterstützt. Sechs singende Tänzer (Choreographie Kim Duddy) tun das Ihrige, um den Abend bunter werden zu lassen.

Wallner hat eine Revue mit fliegenden Übergängen auf die Bühne gebracht. Die ist von dem vor allem durch seine Museums-Gestaltungen wie dem Lübecker Buddenbrookhaus und dem werdenden Hansemuseum bekannten Andreas Heller ausgestattet worden. Neben einigen Versatzstücken wie S-Bahn – und Parkbänken beeindrucken die Videoaufnahmen im Hintergrund mit der Hamburger S-Bahn-Landschaft. Die Kostüme im Stil unserer Zeit verantwortet Ilse Welter. Vor allem den Jüngeren unter dem auserlesenen Premeirenpublikum hat die Chose prächtig gefallen.

Gespielt wird ensuite jeweils um 20 Uhr bis Mitte November, im Oktober und November sonntags um 19 Uhr.

Text: Horst Schinzel

Fotos Frank Siemer


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