Hamburger Engelsaal: Über die Lust, älter zu werden

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(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Das Hamburger Volkstheater „Engelsaal“ im Valentinskamp beansprucht, das älteste Privattheater der Stadt zu sein. Seine Anfänge gehen zurück in die frühen Jahre des 19. Jahrhunderts. Heute spielt es durchgehend Operetten und Revuen und bietet neuerdings in einer zweiten Abteilung volkstümliches Sprechtheater. Geleitet wird es vom umtriebigen Prinzipal Karl-Heinz Wellerdiek.

Und Wellerdiek ist natürlich auch in der neuen Aufführung des Theaters zu erleben. Am ersten Dezember-Freitag hatte in seinem Hause das von ihm erdachte Musical „Silver Ladies“ ihre Uraufführung.. Zu der hat Ralf Steltner – der auch die musikalische Leitung des Abends hat- die Musik zusammen gestellt. In dieser Geschichte von den in die Jahre gekommenen Damen eines Frisörsalons steht der Prinzipal selbst auf der Bühne. Zur Musik einer dreiköpfigen Combo wird die Geschichte einer alternden Frisörmeisterin (Karin Westfal. die auch für die Choreografie zeichnet) erzählt, die in arge Existenznöte gerät.

Besonders als der neue Hausbesitzer – eine Paraderolle für den Prinzipal – ihr kündigt. Gut, dass ihre besten Kundinnen – Susanne Walbaum und Pamela Heuvelmanns – auch ihre lieb gewonnen Freundinnen sind. Da kann das glückliche Ende auf der Sebastian Titze – der auch schon für das Schleswig-Holsteinische Landestheater gearbeitet hat – eingerichteten Bühne nicht ausbleiben.

Das Stück steht in den nächsten Monaten laufend auf der Bühne. Kartentelefon 040 319 747 699 oder 300 51 444