Dockville Festival 2013 – das Gute liegt so nah! – Fotogalerie

Add to Flipboard Magazine.

(CIS-intern) – Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? (Goethe nä!) – Die immer kommerzieller werdenden Festivals wie Rock am Ring oder Hurricane, die einem entweder eine weite Anreise oder aber einen extremen Marsch vom Parklplatz zum Zeltplatz abverlangen, haben für mich eine neue Konkurrenz bekommen.

Das MS Dockville in Hamburg-Wilhelmsburg. In diesem Jahr feierte es seinen siebten Geburtstag und ich kann seit heute voller Trauer fragen: „Warum bin ich nicht vorher da gewesen?“

Mag sein, dass es an den eher unbekannteren Bands lag, die einem teilweise gar nichts sagen, dich dann aber vor Ort komplett überraschen.

So wie z. B. Stealing Sheep, drei Damen aus Liverpool, denen ich hinter der Bühne Ähnlichkeiten mit Jefferson Airplane „vorwarf“, welches dankend zur Kenntnis genommen wurden.
Auch so eine Sache, einfach mal mit einem Künstler zu reden ohne von unzähligen schwarzen Männern umgeben zu sein!“
Durchaus bekannt und grandios waren natürlich Foals und Woodkid, der die Augen und Ohren der Zuschauer mit seiner Videoshow komplett auf die Bühne abholte.

Und dann das Gelände… Ein Traum für jeden Fotografen. Zum einen die Nähe zum Hafen mit alten, in der Nacht illuminierten Speichern, zum anderen völlig verzweigte Wege durch Gebüsche, in die Natur und in alte Container verwobene Plätze zum chillen oder zum Lauschen sphärischer Elektroklänge.

Trotz der Tatsache alles schnell zu erreichen, hatte man dennoch kein Gefühl der Enge, keine überrannten Plätze, keine machtbessenen Ordner, die ihren Alltagsfrust an unschuldigen Festivalbesuchern austoben.

Ich werde auch im nächsten Jahr das Dockville besuchen, denn die Argumentation 80€, seien für die eher weniger bekannten Bands zuviel, kann sowohl ich, als auch die Gruppe der Menschen mit der ich drei wundervolle Tage verbracht habe, nicht teilen.
Schon allein die Bands mit denen man sich vorher nicht beschäftigt hatte, wie z. B.
Chrystal Fighters, Kitty, Daisy und Lewis, Herr von Grau (um nur einige zu nennen) waren den Eintritt allemal wert.

Und da ich ja nun auch schon etwas älter bin, kann ich der Tatsache nachts im eigenen Bett zu schlafen und morgens zu duschen eine Menge abgewinnen. Mit anderen Worten, für musikinteressierte Hamburger, die keine Lust mehr haben zu Zelten, ist das MS Dockville ein absolutes Muss! Für alle anderen natürlich auch!

jdm / Fotos Simon Pilgrim / Concon Internet Service