Das Sommerprogramm im Nachtasyl Hamburg

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(CIS-intern) – Das Thalia Theater ist in den Sommerschlaf gefallen. Die Theaterbar macht trotzdem weiter. Hier die kommenden Veranstaltungen im Nachtasyl.: Club: Je Danse Donc Je Suis – Karten: Euro 5 kein VVK Je Danse und die faulen Franzosen. Als Anfang des Jahres US-Firmenchef Maurice Taylor die Franzosen als chronisch faul bezeichnete, war die Empörung groß. Im Akkord wurde dementiert: Mais non, sie arbeiten wirklich mehr als nur drei Stunden am Tag, nämlich 39,5 in der Woche. Und dann auch noch mit einem Produktivitätswert von 45,4 € pro Stunde (höher als bei den Deutschen)! Je Danse zitiert Katerine: Blablabla. Wir finden, Frankreich sollte stolz auf seinen Müßiggang sein..und ihn feiern! Am 13.7. 2013 23 Uhr:

Deshalb widmen wir das Sommer – Je Danse jeglicher Art von Müßiggang. Die Auswahl an Liedern zu diesem Thema ist enorm, denn zum Glück haben frankreichs fleißige MusikerInnen jede Menge hierzu komponiert. Vergesst aber bitte nicht, dass wir hier in Deutschland sind: Faul auf den Sofas lümmeln gibts nicht. Hier wird getanzt! Zackzack!

P.S.: Komplett überarbeitet von dieser Nacht wird Je Danse dann erstmal ein laaange Sommerpause machen.

20.7. 23 Uhr: Club: One Step Beyond

Karten: Euro 4 kein VVK

25.7. & 27.7. 20 Uhr: Theater: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Satre

Karten: Euro 16 / 10(erm.) VVK: tickets.de & theaterkasse Schumacher

„Die Hölle, das sind sie anderen.“

Eine Kindsmörderin, ein Verräter und eine Verführerin kommen nach ihrem Tod in einen geschlossenen Raum. Alle drei ahnen, dass ihre individuelle Geschichte sie in diese Hölle geführt hat. Doch vergeblich warten sie auf ihre Strafe bis sie merken, dass Sie selbst die Folterknechte und Folterinstrumente füreinander sind. Die Regisseurin Luisa Taraz konzentriert sich in ihrer Sartre-Bearbeitung auf die Frage, wie sehr wir von der Meinung anderer abhängig sind und inwiefern wir uns davon befreien können. In der Bar des Nachtasyls treffen die Höllen-Spieler, ihre Wächter und auch ihre inneren Stimmen aufeinander und führen den quälenden Kampf gegen die Fremdbestimmung. Wer wird siegen?

Mit: Julia Doege, Anna König, Pierre Kiwitt, Martin Wolf und Laura de Weck / Bühne,Kostüm: Julia Berndt / Musik: Sven Kerschek / Assistenz: Rebekka Ehlers / Regie: Luisa Taraz

31.7. 22 Uhr: Konzert: The Giant Fox & William Honda Group

Karten: Euro 12 VVK: tickets.de & Theaterkasse Schumacher

The Giant Fox & William Honda zogen sind Ende der ’80er Jahre des letzten Jahrhunderts aus dem Genre der Phantasiemusik zurück und sammelten in der Ostwestfälischen und Frankfurter Musikszene der 90er Jahre, ebenfalls des letzten jahrhunderts, neue Eindrücke. Heutzutage treten sie erstmals als Duo auf. Giants Gitarre und Hondas crazy „keys” verschmelzen klanglich zu bisher selten dagewesenem – man mag sich an Jon Spencer Blues Explosion erinnert fühlen oder auch an wummernde Beatkapellen aus den 60ern. TGF&WHG aber schaffen bei all dem Eklektizismus, der ihren Sound ausmacht, erfrischend neu und eigen zu klingen. Das aktuelle Album „TIGER!“ ist vielleicht das charakteristischste Album dieser TGF&WHG geworden. Vielleicht auch das schönste. Auf jeden Fall das authentischste. Der Strudel aus Drogen, Sex und Narzissmus, der der Musik eine ganze Weile anhaftete, ist verflossen. Sie ist heute erwachsen, ernst zu nehmend. Spektakulär der Track „Casino”, der mit seinen treibenden Riffs ein Stereotyp des TGF&WHG-Sounds ist. Er bildet die Projektionsfläche einer Karriere. „Es ist ein Song”, sagt Giant Fox, „der die ganze Philosophie der Band auf den Punkt bringt.“ Giant Fox und William Honda sind charmante Verrückte, Indie-Punks mit Wumms und Orgel, sympatisch und originell bis zum letzten Ton.

Save the last Hüftschwung for this band! @ Nachtasyl!

Mehr Infos unter: http://giantfoxwilliamhonda.bandcamp.com/

3.8. 23 Uhr: Club: Habitus

Karten: Euro 6 Kein VVK

Habitus lädt ein

(DeepHouse•*•DeepTechno•*•DeepAcid)

Mono & Saint George (Baalsaal / Wach & Fröhlich, Hamburg)

Elias (Habitus / SoSo Music, Berlin)

Vincenzo Maurice (Habitus, Berlin)

Emanuel de Vayrac (Habitus / Tuesday Sound Department, Berlin)

+ surprise surprise

Das junge Berliner DJ-Kollektiv „Habitus“ führt uns mit seiner dezidierten Haltung in Sachen elektronischer Musik weit unter die Oberfläche des üblichen Geplänkels. Es liebt die Leichtigkeit im Dunkeln und sucht das Tiefe in der Unbeschwertheit.

Nachdem die Habitus-Crew Ende Mai bei ihrem ersten Hamburg Besuch im Gängeviertel eindrucksvoll zeigte, wie man einen Club mit Bässen zerpflückt, freuen wir uns auf eine Wiederholung – mit Extra-Bassboxen und der hochklassigen Unterstützung durch die Hamburger Durchstarter Mono & Saint George!

Mehr Infos unter: https://soundcloud.com/mono-saintgeorge; https://soundcloud.com/monoprix-smile; www.soundcloud.com/vincenzo-maurice; www.facebook.com/eliasberlin

4.8. 22Uhr: Konzert: Robert Forster (ex – The Go-Betweens)

Karten: Euro 15 VVK: ticketmaster.de

Fast kann man es als Sensation bezeichnen, dass Robert Forster, bis zum Tode seines kongenialen Partners Grant McLennan eine Hälfte der Gitarrenpop-Legende The Go-Betweens, für einen Abend ins Nachtasyl kommt.

Er wird einen Solo-Abend bestreiten, bei dem er, ohne irgendwelchen Druck durch aktuelle Veröffentlichungen, Songs aus seinem phantastischen Repertoire spielt und ein paar Geschichten dazu erzählt. Natürlich wird es diverse Go Betweens-Klassiker zu hören geben und ebenso natürlich wird Robert Forster Lieder seiner, manchmal vielleicht etwas unterschätzten, Soloplatten (wie z.B. der tollen “The Evangelist“ aus 2008) spielen.

Und man wird sehen können, dass Robert Forster etwas geschafft hat, was die allermeisten nicht hinbekommen, nämlich über einen Zeitraum von 30 Jahren immer wieder Songs für die Ewigkeit zu schreiben. Da kann man endlich mal wirklich von einem Lebenswerk sprechen.

Mit anderen Worten: Es wird eine ganz besondere Veranstaltung werden, bei der man eine der ganz großen (und stilprägenden) Ikonen des Indiepop im intimen und sehr schönen Rahmen des Nachtasyls genießen kann.

Präsentiert wird das ganze von Hamburgs Indiepop-Experten Hit The North, die sich außerordentlich geehrt fühlen.

Mehr Inofs unter: www.facebook.com/hitthenorth; http://www.robertforster.net

7.8. & 14.8. 20 Uhr: Theater: In My Secret Life – eine musikalische Lesung über Leonard Cohen

Die Handlung ist nicht chronologisch aufgebaut. Die Episoden wandeln zwischen realen, verbürgten Szenen und philosophischen, abstrakten Metabetrachtungen. Uns geht es darum Cohens Vielseitigkeit als Musiker, Geschichtenerzähler, Lichtgestalt, Visionär, Suchender und noch viel mehr zu zeigen. Der Abend besteht aus den Liedern des Künstlers sowie wichtigsten biographischen Ereignissen aus verschiedenen Quellen die szenisch verarbeitet sind. Dauer: 1 Std. 15 Min.

Auf ebenso ungewöhnliche wie innovative Weise nähert sich das Ensemble dem Mythos Leonard Cohen. Kombiniert mit darstellerischen und musikalischen Qualitäten von Luisa Taraz und Anatoly Zhivago erreicht „In My Secret Life“ eine mitreißende Intensität, die der einzigartigen Bedeutung dieses herausragenden Künstlers voll und ganz gerecht wird. Ein Theater-Highlight, das nicht nur die Cohen-Fans begeistern wird! (Kreuzer Kultur Magazin (Leipzig)

„Es gab in meinem Leben eine Sache, die mir Spaß machte und alles Andere nicht. Und dann war diese Sache weg. Und dann machte mir alles Andere wieder Spaß!“ L. Cohen

Es Spielen: Maria Eberlein und Anatoly Zhivago

11.8. 19 Uhr: Lesung: Hartmut Pospiechs „Halber Mensch“ (Twobooks Verlag, Hamburg)

Karten: Euro 7 VVK: tickets.de & Theaterkasse Schumacher

„Spillmann hatte immer geglaubt, dass die ganze Welt verrückt wurde, wenn man selbst verrückt wurde. Aber nicht, dass man halbe Menschen sah und der Rest der Welt einfach so blieb wie vorher.“

Eine Nachtschwester wird im Pflegeheim mit der Leiche einer Patientin im Fahrstuhl einge­schlossen. Ein Bankanalyst sieht morgens in der U-Bahn halbe Menschen. Ein junger Mann baut eine Zeitmaschine, um seinen Vater zu finden, verstrickt sich dabei immer mehr in die Vergangenheit.

Den Figuren aus Hartmut Pospiechs phantastischen Erzählungen ist die Normalität abhanden gekommen. Mal sanft, mal mit einem Paukenschlag dringt etwas Unheimliches in ihr Leben ein. Nun wollen sie zurück in ihren Alltag, zu ihren Freunden, zu ihrem Partner, nach Hause, aber das erweist sich als schwierig. Denn die Welt, in der sie sich bewegen, gehorcht eigenen Gesetzen. Auf einmal stehen die Pläne, die Zukunft, das ganze Leben auf dem Spiel.

Hartmut Pospiech wuchs auf einem Bauernhof in Ostwestfalen auf, bevor er in Hamburg Mitveranstalter der legendären „Machtclub“-Lesungen im Mojo Club wurde. Er ist Geschäftsführer des writers room, eines Schreibraums für Autoren, und moderiert den dienstältesten Hamburger Poetry Slam. Er lektoriert Drehbücher und frönt einer Leidenschaft für alte Bollywoodfilme. Erstaunlicherweise findet er neben all dem noch Zeit, Gedichte und Prosa zu schreiben und regelmäßig vorzulesen. „Halber Mensch“ ist (nach zahlreichen Anthologieveröffentlichungen) sein Prosadebüt. Für die Erzählung “Stachelbeeren in südlichen Ländern” erhielt er den Hamburger Literaturförderpreis.

„Dem Autor ist es gelungen, Tod und Leben auf raffinierte Art miteinander zu verweben. Mit reichlich Gothic-Novel-Kolorit, einfühlsam, atmosphärisch dicht und durchaus auch komisch erzählt er Geschichten aus dem Alltag. Die fiktive Realität flimmert, das Erwartete geschieht nicht, der Leser ist verstört.“ (Aus der Laudatio zum Literaturförderpreis)

Das Buch: Hartmut Pospiech, „Halber Mensch. Erzählungen“, (Twobooks, Juli 2013), ISBN-978-3935453059, € 14.80.

Mehr Infos unter: www.hartmutpospiech.de

17.8. 22 Uhr: Konzert: Live Momentaufnahme

Karten: Euro 7 kein VVK

Künstler: Kollektiv

Joss Loner / Motel Band / fresh & fröhlich / ponyrony / nacked & the nudes

Soul / Funk / Blues / Jazz / Electronics / Beats / Live / Performance

Mehr Infos unter: http://www.momentaufnahme.de

25.8. 20.30 Uhr: Konzert: Mars Hallo

Karten: Euro 10 VVK tickets.de & Theaterkasse Schumacher

Nicht von dieser Welt…

Kaum sieht es wieder finster aus in Deutschlands musikalischen Landen erscheint Mars Hallo! als frisches Duo aus Gesang(Inge Förtsch) und E-Gitarre(Jakob Perko) auf der Bildfläche mit französischen Texten. Dabei wäre es unpassend, ihre Lieder in die Schublade „Chansons“ zu pressen. Ähnlich wie „Stereo Total“ grüßt die deutsch-französische Freundschaft nun von der anderen Seite. Ob Paris ihre Wahlheimat sei? Eher die Paradiesinsel La Réunion! Gerade frisch geschlüpft verstehen sich Mars Hallo! bereits sehr gut darin seine klitzekleine Fanbase mit einzigartigen Showeinlagen zu begeistern. Wo es an Lightshow und tollen Projektionen mangelt, machen sie mit einer großen Dosis guter Laune, Humor und musikalischer Professionalität die Sache wieder wett. Wer schon immer quirlige, experimentierfreudige Indiebands mochte, die zudem in der Lage sind, schöne, eingängige Melodien zu fabrizieren, ist bei Mars Hallo! genau richtig. Geradezu phantastisch und aus dem Leben gegriffen zugleich sind ihre Texte(Übersetzungen werden mitgeliefert): Mal berichten sie von einer wilden Piratin, welche ihrem Geliebten nachseufzt, mal von der Eroberung der Welt durch Drachenmenschen als politische Allegorie und schließlich von der Sehnsucht und dem Wunsch, den Planeten für immer zu verlassen. Ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte, Mars Hallo! Wir kommen!

27.8. 20 Uhr: Konzert: Juli Weißbach

Eine Melodie für unterwegs, für die leisen Zwischenstunden, den späten Abend und den Tag danach. „Julie dans ton oreille“ heißt übersetzt „Julie in deinem Ohr“ und ist eine Einladung, sich auf die Musik einzulassen, die dann beginnt, wenn alles gesagt ist.

In meinen Songs geht es um das Leben, das voll ist mit Chaos und Gelegenheiten und die Fragen, die es aufwirft, wenn man sich darauf einlässt.

Lieder über das Sein, das Suchen und den Schein, über das Glück und den Moment, die erste Wahl und die zweite Chance, das Scheitern und Aufrappeln, die lauten und die leisen Tage und die Begegnungen mit Menschen, die eine Spur hinterlassen…

31.8. 23 Uhr: Club: 45° Degrees – Girls Are Out To Get You – 3rd anniversary

R‘n‘B, Northern/Crossover/Modern Soul, Funk

Karten: Euro 5 Kein VVK

45° Degrees – Girls Are Out To Get You! heißt das Motto des 60ies & 70ies Soul Club, der in diesem Jahr seinen dritten Geburtstag feiert. Nach mehreren erfolgreichen Partys im Hafenklang und auf der Hedi darf jetzt erstmals im Nachtasyl bis in die frühen Morgenstunden getanzt werden!

Die Plattenteller drehen sechs Damen, allesamt bekannt in der Hamburger Soul Szene für ihren guten Musikgeschmack: DJ Simone (puresoul), Mrs. Hale (Mrs HaleBobs), DJ Inger (Delicious Biscuits), Ada Loveshake (Come On Soul), Ms Kitty Gritty (Biff Bang Pow) & Ms Phyllis (Double Cookin‘) bringen das Tanzpublikum mit heißen Soul 45s zum Schwitzen! GESCHWINDIGKEIT = TEMPERATUR = 45° SOUL FEVER!

Der Saal wird kochen, also: Handtücher und Kleidung zum Wechseln nicht vergessen!

See you out on the floor, girls and boys!

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/fortyfive.degrees.3